Altiplano
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Der Altiplano (auf Quechua und Aymara: Qullaw) ist eine abflusslose Hochebene in Südost-Peru und West-Bolivien zwischen den Hochgebirgsketten der West- (Cordillera Occidental) und der Ost-Anden (Cordillera Oriental).
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[Bearbeiten] Lage
Der Altiplano liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 3.600 m ü.NN und erstreckt sich über eine Fläche von circa 170.000 km². Im Norden des Altiplano liegt der Titicacasee, der größte Hochgebirgssee der Erde, von dem aus sich der Altiplano rund 1.000 km nach Süden erstreckt.
[Bearbeiten] Klima
Das Klima des Altiplano ist kalt und semi-arid bis arid. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 2 Grad in höheren, wasserlosen Gebieten und etwa 10 Grad am Titicacasee. Die Nachttemperaturen liegen häufig unter dem Gefrierpunkt, vor allem während der Trockenzeit (Mai - August), die durchschnittlichen Tagestemperaturmaxima hingegen erreichen je nach Lage bis 15°C. Die Jahresniederschläge variieren je nach Topografie und Breitenlage. Gegen den südlichen Wendekreis hin liegen sie bei unter 200 mm, während sie im Norden an den Ufern des Titicacasees und gegen die Cordillera Real hin über 800 mm erreichen können. Schneefall ist selten und tritt am ehesten zwischen April und September auf.[1]
Der grösste Teil des Altiplano weist Charakteristika der Puna auf, einer Hochgebirgs-Vegetationsformation mit wechselfeuchtem Klima. Allgegenwärtig ist hier das spröde Ichugras, welches in der Trockenzeit eine goldgelbe Farbe annimmt. Einige Randbereiche des nördlichen Altiplano haben eine Vegetation, welche dem Páramo gleichen, eines Landschaftstyps mit relativ hoher Feuchtigkeit bei geringen Jahrestemperaturschwankungen.
Der südwestliche Teil des Altiplano ist wüstenhaft.
[Bearbeiten] Gewässer
Wichtige Gewässer neben dem Titicacasee im Norden sind der Poopó-See und der Salzsee Salar de Coipasa im mittleren Altiplano und der Salzsee Salar de Uyuni im Süden. Titicacasee und Poopósee sind durch den Río Desaguadero miteinander verbunden.
[Bearbeiten] Entstehung
Der Altiplano entwickelte sich, seit diese Region sich mit Beginn des Känozoikums (vor 65 Mio. Jahren) gegenüber der Westkordillere und der Ostkordillere stark absenkte, so dass sich kilometerdicke Sedimentablagerungen bildeten.
Seit dem Miozän (20 Millionen Jahre) herrscht in der Westkordillere rege vulkanische Aktivität, durch die sich Stratovulkane von heute bis zu 6000 m Höhe gebildet haben. Noch heute zeugen heiße Dampf- und Schwefelquellen am Rande des Altiplano von diesem jungen Vulkanismus.
Seit Beginn des Pleistozän vor 2 Millionen Jahren hat eine Hebung der intermontanen Becken eingesetzt. Das Zentrum des Altiplano und kleinere Teilbecken im Süden waren in den vergangenen 30.000 Jahren von großen Seen (Ballivián) beherrscht. Die Süßwasserseen aus dieser Zeit hatten eine mittlere Tiefe von 20 bis 70 Metern, was auf eine deutlich höhere Niederschlagstätigkeit als heute hinweist. Das Ende des Eiszeitalters und der Beginn des Holozän vor etwa 10.000 Jahren leiteten einen deutlichen Klimaumschwung ein – es wurde zwar wärmer, aber die Niederschlagsmengen gingen zurück.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Der Altiplano ist seit seiner ersten Besiedlung vor etwa 10.000 Jahren ein zentraler Siedlungsraum, in dem sich Kultstätten und Bewässerungsterrassen alter Hochkulturen finden.
Heute finden sich am Ostrand des Altiplano die bolivianische Großstadt La Paz mit dem Regierungssitz, die sich aus einem Talkessel von 3.100 m die steilen Hänge bis hinauf auf die 4.000 m hoch gelegene Hochebene hinaufzieht; die Millionenstadt El Alto direkt angrenzend auf der Hochfläche; und weiter im Südosten die Großstädte Oruro und Potosí. Der Altiplano gehört somit zu den höchstgelegenen von Menschen bevölkerten Gebieten.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Servicio National de Meteorología e Hidrología del Perú (spanisch) aufgerufen am 14. März 2009.

