Schildgen
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Schildgen ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Der Stadtteil besteht aus dem bis zum 31. Dezember 1974 zu Odenthal gehörenden eigentlichen Ort Schildgen und dem auch vorher zu Bergisch Gladbach gehörenden Ort Katterbach.
In Schildgen leben 6243 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2006). Es grenzt im Nordosten an Odenthal, im Westen und Nordwesten an Leverkusen, im Südwesten an Köln und im Süden an den Bergisch Gladbacher Stadtteil Paffrath.
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[Bearbeiten] Name
Der Name Schildgen, sprich Schildchen, leitet sich von einer topografischen Formation in Form eines Schildes im heutigen Ortszentrum her.
[Bearbeiten] Geografie
Der Ort liegt am Südhang des Dhünntals. Der niedrigste Punkt liegt bei Nittum mit 68 m ü NN, der höchste Punkt liegt bei Buschhorn mit ca. 120 m ü NN. Die Dhünn, ein Nebenfluss der Wupper, bildet im Nordwesten streckenweise die Grenze zu Leverkusen. Flussaufwärts, in Richtung Odenthal, verengt sich das Tal, während die Höhen rechts und links ansteigen. Nach Süden hin gleitet die Anhöhe, das „Schild“, in das Rheintal aus. Von Buschhorn aus kann man bei klarem Wetter den Kölner Dom sehen.
[Bearbeiten] Verkehr
Schildgen ist umschlossen von den Städten Köln im Westen, Leverkusen im Norden und Odenthal in östlicher Richtung. Die in ost-westlicher Richtung verlaufende L101 verbindet Schildgen mit Köln-Dünnwald und Odenthal. Im Ortskern treffen die Kempener Straße aus dem Bergisch Gladbacher Stadtzentrum und eine Bundesstraße aus Leverkusen-Schlebusch auf die L101. Weiter östlich führt eine weitere Straße nach Schlebusch und Alkenrath. Nächste Autobahn-Anschlußstelle ist Leverkusen.
[Bearbeiten] ÖPNV
Schildgen wird jeweils im 20-Minuten-Takt von Bussen der VRS-Linien 222, 227 und 434 (60-Minuten-Takt) angefahren. Somit besteht umstiegsfrei Anschluss in die drei Nachbarstädte, sowie zu den Bahnhöfen Leverkusen-Mitte, -Schlebusch und -Opladen, sowie zur S-Bahn in Bergisch Gladbach. Die Buslinien werden von der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG betrieben. Dabei liegt Schildgen auf der direkten Route zwischen den Stadtzentren Leverkusens und Bergisch Gladbachs. Mit der Linie 434 besteht in Dünnwald Anschluss an die KVB-Linie 4. Fahrzeit von Schildgen aus: Etwa 10 Minuten.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte von (Alt-) Schildgen fällt mit der Geschichte von Odenthal zusammen. Die ältesten Besiedlungsspuren, in der Nähe von Buschhorn, stammen aus der keltischen La-Tène-Zeit.
Ursprünglich bestand der Ortsteil aus verstreut liegenden Einzelgehöften und Weilern fränkischen Ursprungs, z.B. Nittum, Rothbroich, Unterscheid, Kalmünten, Broiskalmünten, Buschhorn, Fahn, Scharrenberg, Hoverhof, Hoppersheide, Seelsheide, Klutstein. Der älteste Weiler, Nittum, war ursprünglich ein freier fränkischer Hof, der vermutlich im 10. oder 11. Jahrhundert an der Straße von Köln nach Schwelm gegründet worden ist. Die übrigen Weiler und Gehöfte waren abhängig von Herrschaften und Klöstern, wie Strauweiler, Altenberg und Dünnwald. Der erste Schulbezirk auf dem Gebiet des heutigen Schildgen trug den Namen Schulbezirk Nittum.
Die Gaststätte Zur Post (seit November 2006 Irish Pub Zur Post), an der ehemaligen Grenze zwischen Odenthal und Bergisch Gladbach gelegen, erinnert an die Pferdewechselstation an der unter Napoleon angelegten Straße von Köln nach Hückeswagen (heute Altenberger-Dom-Straße).
Das heutige Ortszentrum war bis ins 19. Jahrhundert hinein nahezu unbesiedelt. Der Hügel, auf dem sich heute die katholische Pfarrkirche erhebt, diente der Gemeinde Odenthal als Hinrichtungsstätte. Der Hauptverkehrsweg von Köln über Dünnwald in das Bergische Land verlief durch das Dhünntal und durch den Weiler Nittum.
Der Ortsteil ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch starken Zuzug aus der Umgebung, besonders aus Leverkusen zu seiner jetzigen Größe mit annähernd 10.000 Einwohnern angewachsen.
[Bearbeiten] Kirchengemeinden
1925 wurde die alte Katholische Kirche Herz Jesu erbaut, zunächst als Rektoratspfarrei der Kirchengemeinde St. Pankratius in Odenthal, später als selbständige Pfarrgemeinde. 1965 weihte der Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings die von Gottfried Böhm erbaute neue Pfarrkirche. Monsignore Paul Adenauer, Sohn des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, war hier bis 1977 Pfarrer.
Durch den Zuzug vieler evangelischer Christen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg so stark an, dass ein eigener Gemeindebezirk Schildgen gegründet wurde. Die evangelische Andreaskirche wurde 1966 erbaut. Pfarrer Christoph Noetzel gestaltet hierbei den evangelischen Gottesdienst in Schildgen in einer Art, die viele Menschen fasziniert und ihnen offensichtlich gefaellt.
Die katholische und die evangelische Gemeinde in Schildgen haben nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil die ökumenische Zusammenarbeit besonders gefördert und intensiviert. Auch in der Jugendarbeit arbeiten beide Kirchen mit Veranstaltungen wie den With full Church-Konzerten und Pfarrfamilienfesten eng zusammen.
[Bearbeiten] Bildung
Die 1810 gegründete Concordiaschule Schildgen gehört zu den ältesten Schulen Bergisch Gladbachs. Ursprünglich als Schule des Schulbezirks Nittum gegründet ist sie heute Grundschule für Schildgen
[Bearbeiten] Sehenswertes
Einen Besuch wert sind das von Carl Cüppers gegründete Historische Schulmuseum in Katterbach und die von Gottfried Böhm erbaute katholische Pfarrkirche mit ihrer eigenwilligen Beton-Glas-Architektur.
[Bearbeiten] Sport und Vereinsleben
Der Turn- und Sportverein Schildgen 1932 e.V. (TuS Schildgen) spielt in der Sportart Korfball in der Regionalliga, der höchsten deutschen Korfball-Spielklasse. Der Fußballverein Inter 96 Bergisch Gladbach hat seine Heimat in Katterbach. Die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Schildgen 1907 e.V. veranstaltet jedes Jahr im Sommer ein großes Schützen- und Volksfest. Seit einigen Jahren wird auch das Dorffest der IG Schildgen zusammen organisiert und durchgeführt.
[Bearbeiten] Literatur
- Maria Frantzen, Klaus Funcke, Lieselotte Heidkamp, Christian Heidkamp, Peter Lützenkirchen, Agnes Vorberg, Edeltraud Zillekens: 175 Jahre Schule in Schildgen – eine heimatkundliche Schulchronik – 1810-1985. Schildgen 1985
- Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans-Dieter Hilden, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde. Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0
51.0202777777787.0838888888889Koordinaten: 51° 1′ N, 7° 5′ O
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