Trelleborg

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Dieser Artikel behandelt den schwedischen Ort Trelleborg; zu weiteren Bedeutungen siehe Trelleborg (Begriffsklärung).
Trelleborg
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Trelleborg (Schweden)
DEC
Trelleborg
Trelleborg
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Skåne län
Historische Provinz (landskap): Schonen
Gemeinde (kommun): Trelleborg
Koordinaten: 55° 22′ N, 13° 10′ O55.37027777777813.171111111111Koordinaten: 55° 22′ N, 13° 10′ O
Einwohner: 25 643 (31. Dezember 2005 [1])
Fläche: 11,22 km²
Bevölkerungsdichte: 2285 Einwohner je km²
Historischer Wasserturm von 1911 im Stadtpark (Höhe 58 m)
Trelleborgen
Palmen in Hafennähe

Trelleborg (Standardschwedisch: [ˌtɾɛlˑəˈbɔɪ̯]; städtischer Dialekt: [ˌtʁɑlˑəˈbɔɪ̯]) ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Skåne län und der historischen Provinz Schonen. Die südlichste Stadt Schwedens liegt rund 30 km südlich von Malmö in der Öresundregion. Trelleborg ist der Hauptort der Gemeinde Trelleborg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist die alte Bebauung um den Gamla Torg (alter Marktplatz) sowie die Klosterruine (Klostergränden). Nicht weit von Trelleborg findet man auch die Skegriedösen, mit einem Alter von über 5000 Jahren. Der Langdolmen liegt direkt an der Europastraße 6 und ist umgeben von 18 Steinen.

In der Wikingerzeit, nach 980 ließ König Sven Gabelbart die sog. Trelleborg (dänisch/schwedisch trelleborg), eine Ringburg von 140-143 m Durchmesser errichten, mit Toren in alle Himmelsrichtungen und einer Palisade aus Eichenstämmen. Seit 1995 wird eine halbkreisförmige Rekonstruktion gezeigt. Sie ähnelt der gleichnamigen Burg auf der dänischen Insel Seeland (bei Slagelse). Im Gegensatz zu den Anlagen von Trelleborg bei Slagelse, Aggersborg und Fyrkat ist sie jedoch nicht exakt kreisrund sondern erscheint im südwestlichen Viertel im Grundriss etwas eingedrückt zu sein. Möglicherweise nimmt die Anlage auf eine ältere Bebauung Rücksicht. Denn es lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden. Die erste Phase war kleiner mit schmalerem Wall. Sie scheint später vergrößert worden zu sein, wobei der Wall auch verbreitert wurde. Der Wall war später wohl 6 m hoch und 16-17 m breit. Im Inneren konnte keine Bebauung festgestellt werden, was auch durch die späteren Baumaßnahmen, die alle Zeugnisse zerstört haben, bedingt sein kann. Aber außerhalb der Anlage zum Strand hin fand man eine umfassende zeitgenössische Bebauung. Die Bebauung verschwand um 1000.[2] Ergraben wurden 1988 das nördliche und das westliche Tor, sowie der Wall- und Grabenabschnitt dazwischen. Außerdem wurde das östliche Tor untersucht, sowie im südöstlichen und südlichen Bereich Teile des Grabens erfasst. Rekonstruiert wurde nur das nordwestliche Viertel der Anlage.

Im Jahr 1257 wird der Ort zum ersten mal schriftlich erwähnt, als Trelleborg zusammen mit dem nahen Malmö vom dänischen König Erik Plovpenning dem jungen Brautpaar Sophie von Dänemark, seiner Tochter und Valdemar Birgersson, der als Waldemar I. König von Schweden war, zum Hochzeitsgeschenk gemacht wurde. Allerdings wurde Trelleborg bald von den Dänen zurück erobert. Endgültig ging der Ort erst 1658 an Schweden (Frieden von Roskilde) als Dänemark ganz Schonen an Schweden verlor.

Seinen Status als Stadt verlor Trelleborg im April 1619 und erlangte die vollen Stadtrechte erst 1867 wieder nachdem ihr schon 1840 der Status einer Handelsstadt zugestanden wurden.

Die Kirche St. Nicolai stammt aus dem 19. Jahrhundert und die ursprüngliche Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Im Stadtmuseum mit dem Schwerpunkt Vor- und Frühgeschichte der Region finden auch Wechselausstellungen über die Wikingerzeit statt. Die Ebbes Konsthall zeigt Skulpturen des Bildhauers Axel Ebbe und wechselnde Ausstellungen.

Von Axel Ebbe wurde auch die Statue einer nackten Frau geschaffen, die seit 1930 über den Hafen blickt. Modell für das Kunstwerk mit dem Titel Famntaget (dt. „Umarmung“) stand Birgit Holmquist, die Großmutter der US-amerikanischen Schauspielerin Uma Thurman.[3]

Um die südliche Lage der Stadt zu verdeutlichen werden jeden Sommer von der Stadtverwaltung an der Straße, die parallel zum Hafen verläuft, Kübel mit Palmen aufgestellt.

[Bearbeiten] Verkehr

1909 wurde die Fährstrecke nach Sassnitz eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke nach Lübeck-Travemünde am bedeutendsten. Auf der Route Travemünde verkehrten die Schwesterschiffe der TT-Line Nils Holgersson und Peter Pan im 7-Stunden-Takt; von Sassnitz auf Rügen fuhren die Sassnitz und Rügen im 4-Stunden-Takt. Einzig auf der Route Sassnitz-Trelleborg bestand ein Kombitransport von PKW, LKW und Eisenbahn. Der Verkehr von der DDR nach Trelleborg war nur für Skandinavier, Nicht-Deutsche, West-Berliner, Westdeutsche Bürger und beglaubigte DDR-LKW-Fahrer nutzbar.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung hat der Verkehr nach Sassnitz und Rostock spürbar zugenommen. Von Trelleborg besteht eine Eisenbahnfährverbindung der Scandlines nach Sassnitz, die so genannte Königslinie. Fähren der TT-Line verkehren nach Rostock und Travemünde.

Die Europastraße 22, von Norrköping und Kalmar kommend, führt via Fähre nach Sassnitz und Rostock.

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Trelleborgs Hamn AB

Hafen von Trelleborg

Alle Aktivitäten im Hafen liegen heute in der Hand der Trelleborgs Hamn AB, die 1999 durch die Zusammenlegung der Trelleborg Terminal AB und Trelleborgs hamn entstand. Das Unternehmen hat drei Geschäftsbereiche: Hafen, Umschlag und Immobilien. Das Unternehmen hat 97 Beschäftigte und einen Umsatz von ca. 150 Millionen Schwedischen Kronen.

Trelleborgs Hafen ist einer der größten Fähr- und RoRo Häfen Skandinaviens. Im Jahr 2004 wurden fast 11 Millionen Tonnen Güter sowie rund zwei Millionen Passagiere abgefertigt. Trelleborg ist die schwimmende Brücke zum Kontinent – der direkte Weg von und nach Europa mit über 34 täglichen Verbindungen.

[Bearbeiten] Trelleborg AB

Trelleborg ist Sitz des Mischkonzerns Trelleborg AB, der mit 25.000 Mitarbeitern in 40 Ländern tätig ist.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Literatur

  • Fredrik Svanberg: Vikingatiden i Skåne. Lund 2000.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Trelleborg – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare
  2. Svanberg S. 80 ff.
  3. Artikel im Sydsvenskan über die Statue am Hafen von Trelleborg.
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