Uckermark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hilfe:Begriffsklärung
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Uckermark (Begriffsklärung) aufgeführt.
Blick auf die Uckerseen. Fünf-Seen-Blick

Als Uckermark bezeichnet man eine historisch gewachsene Landschaft im Nordosten Deutschlands. Der größte Teil der Uckermark liegt im Bundesland Brandenburg, die Stadt Strasburg gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. Als Geburtsstunde der Uckermark gilt der Vertrag von Landin aus dem Jahr 1250.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die fruchtbare, eiszeitlich geprägte hügelige Grund- und Endmoränenlandschaft ist von der Seenkette des Ober- und Unteruckersees durchzogen und im Südteil überwiegend mit Buchenwäldern bestanden. Neben den großen Uckerseen gibt es eine Vielzahl kleinerer Seen. Die meisten der Seen sind das Resultat der Eisschmelze am Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren. Der außergewöhnliche Reichtum an Seen ist ein besonderes Charakteristikum der Jungmoränenlandschaft im Nordosten Brandenburgs. Allein im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin befinden sich über 250 Seen. Viele zurückgebliebene Felsblöcke, sogenannte Findlinge, sind ein Beleg für die Gletscher aus Skandinavien.

Begrenzt wird die Uckermark im Norden etwas unscharf (nördlich der Stadt Prenzlau), im Nordosten vom Randowbruch, im Osten von der Oder. Im Südosten schließt die Uckermark die Stadt Angermünde ein, die Grenze verläuft an der Nordgrenze der Schorfheide, umschließt die Stadt Templin und läuft bis Fürstenberg/Havel und von da ab in nördlicher Richtung unter Ausschluss der Feldberger Seen bis zur Stadt Strasburg (Uckermark).

[Bearbeiten] Namensgebung

Der Name leitet sich vom slawischen Stamm der Ukranen her, dessen Bezeichnung vom Fluss Ucker oder von dem slawischen Wort für Grenze (Krajina) abgeleitet ist. Die Wortherkunft ist die gleiche wie bei der Ukraine. Die Ukranen besiedelten die heutige Uckermark zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert. Der deutsche Namensbestandteil Mark weist auf die Lage als einstiges (und heutiges) Grenzgebiet hin. Insofern ist der Begriff Uckermark eine Tautologie.

Der Wortbestandteil Ucker ist regional oft wiederzufinden: Uckerseen (Ober- und Unteruckersee), der Fluss Ucker/Uecker und letztendlich in der Stadt Ueckermünde.

[Bearbeiten] Grenzregion

Die Uckermark bildete als westlich der Oder gelegene Landschaft bereits historisch eine Übergangslandschaft zwischen Brandenburg und Pommern.

Ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. wurde die Mark von westslawischen Stämmen besiedelt, die hier Ackerbau, Viehhaltung und Bienenzucht betrieben.

Blick auf das Uckertal

[Bearbeiten] Wichtige Orte

Wichtige Orte sind neben der Kreisstadt Prenzlau und der größten Stadt Schwedt/Oder die beiden ehemaligen Kreisstädte Angermünde und Templin. Der Naturpark Uckermärkische Seen ist mit 895 km² der drittgrößte der elf Brandenburger Naturparks.

[Bearbeiten] Wirtschaft

typisches Bild für weite Teile der Uckermark - hier ein Windpark nahe Mark Landin

In der Wirtschaft sind Erdölverarbeitung, Papierherstellung, Tourismus, Landwirtschaft, Windkraft, Herstellung von Solaranlagen und Nahrungsmittelindustrie zu nennen. Durch die Großschutzgebiete kommen immer mehr Besucher in die Region.

[Bearbeiten] Naturschutzgebiete

In der Uckermark befindet sich im Osten der Nationalpark Unteres Odertal. Im Süden liegt das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Im Westen befindet sich der Naturpark Uckermärkische Seen mit einer Fläche von 897 km² und über 220 Seen.

[Bearbeiten] Kultur

Die Stiftung Collegium Wartinum verfolgt das Ziel, das in Wartin (Gemeinde Casekow) gelegene Herrenhaus Schloss Wartin zu renovieren und zu einem Zentrum für Kunst, Kultur und Wissenschaft auszubauen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Kerrin Gräfin von Schwerin: Die Uckermark zwischen Krieg und Frieden 1648-1949, Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg 2005; ISBN 978-3-86650-630-5
  • Winfried Dittberner: Die Vogelwelt der Uckermark mit dem unterem Odertal und der Schorfheide. Hoyer, Galenbeck/Mecklenburg 1996, ISBN 3-929192-14-4
  • Erwin Nippert: Die Uckermark. Zur Geschichte einer deutschen Landschaft. Brandenburgisches Verlags-Haus, Berlin 1996, ISBN 3-89488-103-8
  • Volker Oesterreich, Hans Rudolf Uthoff: Uckermark und Schorfheide. Stürtz, Würzburg 1998, ISBN 3-8003-1431-2
  • Lieselott Enders: Die Uckermark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert (Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Potsdam 28). Weimar 1992.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Uckermark – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53°07'00 N 13°30'00 O

Persönliche Werkzeuge