Dobbin-Linstow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dobbin-Linstow führt kein Wappen
Dobbin-Linstow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dobbin-Linstow hervorgehoben
53.61666666666712.35805555555660Koordinaten: 53° 37′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Güstrow
Amt: Krakow am See
Höhe: 60 m ü. NN
Fläche: 65,41 km²
Einwohner: 584 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18292
Vorwahl: 038457
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 13 0 53 102
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 2
18292 Krakow am See
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wilfried Baldermann (CDU)
Lage der Gemeinde Dobbin-Linstow im Landkreis Güstrow
Karte

Dobbin-Linstow ist die südlichste Gemeinde im Landkreis Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Krakow am See mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde Dobbin-Linstow entstand am 1. Januar 2000 durch den Zusammenschluss der vormals selbständigen Gemeinden Dobbin und Linstow. Das 65 km² große Gemeindegebiet liegt in einer waldreichen und sehr dünn besiedelten Region der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Linstower See ist durch den Oberlauf der Nebel mit dem Krakower See im Westen der Gemeinde verbunden. Die Südhälfte der Gemarkung Dobbin-Linstow gehört zum Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, der sich auch auf die angrenzenden Landkreise Parchim und Müritz erstreckt. Der Krakower Obersee wurde bereits 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und bietet mit seinen Wald-, Moor- und Wiesenflächen Brut- und Rastplätze für eine Vielzahl von Wasservögeln. Man kann sich das Gebiet über einen Rundwanderweg mit Schautafeln erschließen.

[Bearbeiten] Ortsteile

  • Bornkrug
  • Dobbin
  • Glave
  • Groß Bäbelin
  • Hinrichshof
  • Klein Bäbelin
  • Linstow
  • Neu Dobbin
  • Zietlitz

[Bearbeiten] Geschichte

Linstow war jahrhundertelang Stammsitz des Adelsgeschlechtes Linstow.

1939/40 kamen 73 wolhyniendeutsche Familien nach Linstow, die nach dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag nach Deutschland übersiedelten. Sie errichteten ihre traditionellen, strohgedeckten Holzhäuser, von denen eines seit 1993 das Wolhynier Umsiedler-Museum Linstow beherbergt.

Dobbin hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Bahnstation, die für Heinrich Herzog von Mecklenburg-Schwerin und seine Frau Wilhelmina Königin der Niederlande angelegt wurde, da sich das Paar hier oft aufhielt.

In Dobbin und in Linstow wurden bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Wassermühlen an der Nebel betrieben.

[Bearbeiten] Ortsteil Glave

Sehenswert sind das 1994 restaurierte Fachwerk-Gutshaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der ehemalige Gutspark mit seltenen Bäumen, an seinem Rand einige Mauerreste des vom Anfang des 20. Jahrhundert stammenden und 1945 durch Brandstiftung vernichteten Schlosses sowie die Katenhäuser. Letzter Besitzer von Gut und Schloss war Ernst August von Blücher.

[Bearbeiten] Geschichtsdenkmal

Auf dem Friedhof von Linstow gibt es zwei Gräber mit Holzkreuz, das an sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stammlager XD erinnert, die Opfer von Zwangsarbeit wurden.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Der Tourismus prägt heute das Bild der Gemeinde. Zahlreiche Ferienhäuser und Pensionen sind in den letzten Jahren neu entstanden. In Dobbin werden Forellen gezüchtet.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 19 von Rostock nach Berlin, von der Anschlussstelle Linstow führen Verbindungsstraßen nach Krakow am See und nach Waren (Müritz). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Malchow, Lalendorf und Waren (Müritz).

[Bearbeiten] Weblinks

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