Kemnath
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Tirschenreuth | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kemnath | |
| Höhe: | 462 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,13 km² | |
| Einwohner: | 5301 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 98 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95478 | |
| Vorwahl: | 09642 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TIR (alt: KEM) | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 77 129 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stadtplatz 38 95478 Kemnath |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Nickl (CSU) | |
Kemnath ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath. Die Stadt gilt als das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des westlichen Landkreises Tirschenreuth.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Kemnath ist umgeben von den Naturparks Fichtelgebirge und Steinwald. Das Kemnather Land prägen Vulkankegel, wie beispielsweise der Armesberg oder der Rauhe Kulm, sowie Teichketten.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Name Kemnath leitet sich von dem Wort Kemenatha ab, welches eine alte Bezeichnung für ein beheiztes Zimmer in einer mittelalterlichen Burg oder Herberge ist. In der Tat befand sich vom neunten bis ins dreizehnte Jahrhundert ein von den Franken gegründeter Herrschaftssitz nordwestlich der heutigen Stadt. In der Nachbarschaft dieser "Burg" bestand eine Herberge für Kauf- und Fuhrleute. Das heutige Kemnath wurde im 13. Jahrhundert als Marktort angelegt und erhielt zwischen 1354 und 1375 das Stadtrecht. Noch heute stehen Reste der alten Stadtmauer. Der Stadtkern ist gepflastert und hat typisches mittelalterliches Aussehen: schmale Gassen, schmale, aber hohe Häuser. Bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 war Kemnath Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
[Bearbeiten] Politik
Werner Nickl ist der Erste Bürgermeister, der Stadtrat hat 20 Mitglieder:
- CSU 7 Sitze
- Freie Wähler 5 Sitze
- CLU 3 Sitze
- FWG 3 Sitze
- SPD 2 Sitze
Stand: 1. Mai 2008
[Bearbeiten] Wappen
Geteilt und oben gespalten; vorne in Schwarz ein rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe, hinten die bayerischen Rauten; unten in Silber ein rotes Haus mit geschlossenem silbernem Tor. Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Nepomuk, Tschechien (2008)
Zagorje ob Savi, Slowenien (2008)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1448 als dreischiffige, spätgotische Hallenkirche erbaut. Die Innenausstattung ist barock. Im Altartisch des Hochaltars befindet sich das gefasste Skelett des Katakombenheiligen Primianus. Der Kirchturm (aus dem 19. Jahrhundert) mit einer torartigen Durchfahrt bildet den östlichen Abschluss des Stadtplatzes.
[Bearbeiten] Museen
In der Alten Fronveste befindet sich das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum. Neben vorgeschichtlichen Funden aus dem Kemnather Raum wird eine "wehrkundliche Sammlung" gezeigt. Diese erinnert an die erste bayerische Gewehrmanufaktur, die von 1689 bis 1801 in Fortschau bei Kemnath bestand.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Bereits im 18. Jahrhundert wurden Passionsspiele in Kemnath aufgeführt. Diese wurden jedoch 1770 – wie auch die Oberammergauer Passionsspiele – per Erlass der kurfürstlich bayerischen Regierung verboten. Im Jahre 1983 wurde diese Passionsspieltradition aus Anlass der 975-Jahr-Feier der Stadt wieder aufgenommen. Grundlage für das modernisierte Spiel ist eine Fassung aus dem Jahr 1731, die im Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg liegt. Seit 1983 wird die Kemnather Passion wieder alle 5 Jahre in der Karwoche aufgeführt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Paul Wann (1419–1489), Theologieprofessor in Wien
- Johannes Tolhopf (1429–1503), Rektor an der Universität Ingolstadt
- Matthias Widmann, bekannt als „Matthias von Kemnat“ (1430–1476), Geschichtsschreiber und kurfürstlicher Hofkaplan zu Heidelberg
- Wolfgang Schmeltzl (1500/05–1564), Schuldramatiker, Musiker, Chronist und Pfarrer, Verfasser des Liederbuchs Guter seltzamer und kunstreicher deutscher Gesang, einer der wichtigsten Quellen für die Geschichte des Quodlibet in der Musik
- Johann Schröttl (1535–1583), Abt im Wiener Schottenkloster
- Georg Horn (1620–1670), Professor und Geschichtsschreiber an der Universität Leiden
- Wolfgang Joseph Emmerig (1776–1839), Komponist an der Alten Kapelle in Regensburg
- Anton von Rieppel (1852–1926), Statiker, Flugzeugbauer, Maschinenbauer und Industrieller
- Hans von Koessler (1853–1926), Komponist und Professor an der Musikakademie Budapest
- Georg von Wolfram (1851–1929), Bürgermeister der Stadt Augsburg von 1900 bis 1919
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Hauptarbeitgeber ist ein Werk von Siemens Sector Healthcare mit ca. 1.000 Beschäftigten. Außerdem befindet sich in Kemnath die Großmetzgerei Ponnath und ein Logistikzentrum des Unternehmens Simon Hegele.
[Bearbeiten] Verkehr
Kemnath hat mehrere Anschlussstellen an die Bundesstraße 22 Bayreuth-Weiden und hat somit eine gute Anbindung an die Bundesautobahnen 9 und 93.
Kemnath bietet 1200 kostenlose Parkplätze im Stadtgebiet an. Die weitgehend intakte Altstadt ist mit einer Höchstparkdauer von einer Stunde für alle Verkehrsteilnehmer versehen.
Der Bahnhof Kemnath-Neustadt befindet sich ca. 5 km vom Stadtzentrum entfernt an der Staatsstraße nach Eschenbach im Ortsteil Reisach an der Strecke Bayreuth - Weiden. Von dort bestehen werktags stündlich Verbindungen nach Bayreuth und Weiden, mit Anschlüssen in Weiden Richtung München, Regensburg und in Kirchenlaibach Richtung Nürnberg und Hof, sowie in Bayreuth Richtung Würzburg, Lichtenfels, Saalfeld und Dresden. Am Wochenende bestehen zweistündige Verbindungen.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Kliniken Nordoberpfalz AG - Krankenhaus Kemnath
[Bearbeiten] Bildung
Kemnath hat eine Grund-, eine Haupt- und eine Realschule sowie eine Förderschule. Die Realschule besuchen derzeit mehr als 900 Schüler und Schülerinnen in über 30 Klassen. Die Hauptschulen Immenreuth und Kulmain, wo derzeit zwei Klassen unterrichtet werden, sollen in den nächsten Jahren nach Kemnath verlegt werden. Dadurch soll Kemnath zu einer noch größeren Schulstadt weiterentwickelt werden. Seit dem Schuljahr 2007/08 ist das Sonderpädagogische Förderzentrum nach Immenreuth verlegt worden.
[Bearbeiten] Weblinks
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