Birgit Prinz

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Birgit Prinz
Bild: Bp3.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Birgit Prinz
Geburtstag 25. Oktober 1977
Geburtsort Frankfurt am MainDeutschland
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1986 bis 1988
1988-1992
SV Dörnigheim
FC Hochstadt
Vereine als Aktiver1
Jahre Verein Spiele (Tore)
1992-1998
1998-2002
2002
2002-
FSV Frankfurt
1. FFC Frankfurt
Carolina Courage
1. FFC Frankfurt
Nationalmannschaft
1994- Deutschland 188 (122)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Birgit Prinz (* 25. Oktober 1977 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Fußballspielerin. Sie ist Weltfußballerin der Jahre 2003, 2004 und 2005, Torschützenkönigin der Fußball-WM 2003 (sie schoss sieben Tore in sechs Spielen) und achtfache deutsche Fußballerin des Jahres, zuletzt 2008. Am 17. September 2007 im Spiel gegen Japan bei der Fußball-WM wurde sie durch ihren 14. Treffer alleinige Rekordtorschützin bei Weltmeisterschaften. Mit 10 Toren ist sie zudem zusammen mit Cristiane Rekordtorschützin bei olympischen Spielen. Als einzige Spielerin gelang es ihr bei allen Olympischen Spielen seit 1996 jeweils mindestens ein Tor zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Mit Sandra Smisek bildete sie in den 90er Jahren beim FSV Frankfurt ein kongeniales Sturmduo („Keks und Krümel“). Schlagzeilen machten auch die Anwerbeversuche des Männerfußballvereins AC Perugia, denen sie aber widerstand. Aktuell spielt sie beim 1. FFC Frankfurt, nachdem sie eine kurze Zeit als Profi in der US-amerikanischen Damenliga WUSA bei Carolina Courage verbrachte. Beim 1. FFC spielt sie nun wieder mit Sturmpartnerin Smisek zusammen. Im Februar 2006 unterschrieb sie bei Frankfurt einen Vertrag bis 2007. Im Juli 2006 erhielt sie ein Angebot vom spanischen Verein Real Madrid, der im Begriff ist, eine Frauenfußballmannschaft aufzubauen. Dieses Angebot sowie weitere aus dem Ausland lehnte Prinz jedoch ab und unterschrieb im Februar 2008 einen Dreijahresvertrag bei ihrem alten und neuen Arbeitgeber, dem 1. FFC Frankfurt.

Am 20. Mai 2006 wurde Birgit Prinz als persönliches Mitglied in den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gewählt.

[Bearbeiten] Nationalmannschaft

Ihr erstes Länderspiel bestritt sie mit 16 Jahren am 27. Juli 1994 in Montreal gegen Kanada, sie wurde in der 72. Minute für Heidi Mohr, die damalige Rekordtorschützin, eingewechselt und erzielte in der 89. Minute ihr erstes Länderspieltor zum 2:1-Endstand für Deutschland. 1995 stand sie als bisher jüngste Spielerin in einem WM-Finale [1]. Am 9. Juni 2005 erzielte sie in ihrem 135. Länderspiel bei der Europameisterschaft in England gegen Italien ihr 84. Tor und ist seitdem aktuelle Rekordtorschützin der deutschen Nationalmannschaft. Am 25. Oktober 2006 absolvierte Prinz in Aalen gegen England ihr 154. Länderspiel und zog damit mit der bisher alleinigen Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann gleich und schoss ihr bis dahin 100. Tor für die Nationalmannschaft, was bisher noch keinem gelang (bei den Männern hält Gerd Müller mit 68 Toren den derzeitigen Rekord). Am 23. November stellte sie im Spiel gegen Japan (6:3) mit 155 Spielen einen neuen Länderspielrekord für deutsche Fußballspieler auf und ist nun alleinige Rekordhalterin. Sie erzielte bislang 122 Tore für Deutschland und ist derzeit Spielführerin. Am 5. März 2008 bestritt sie ihr 175. Spiel. Bei EM-Endrunden (inkl. Halbfinale 1994/95) erzielte sie acht (Rekord zusammen mit Heidi Mohr) und bei Olympischen Spielen zehn Tore (Olympischer Rekord, zusammen mit Cristiane). Im Spiel gegen China bei den Olympischen Spielen in Athen erzielte sie mit 4 Toren die bisher meisten durch eine Spielerin in einem Olympischen Fußballspiel der Frauen erzielten Tore. Am 23. Juli 2008 bestritt sie ihr 182 Länderspiel. Damit gehört sie zu den mittlerweile 13 Frauen, die mehr Fußballländerspiele als Mohammad Al-Deayea, der Rekordnationalspieler der Männer, bestritten haben. Bei den Olympischen Spielen in Peking stellte sie im Spiel um Platz 3 am 21. August 2008 mit ihrem 188. Spiel den Europarekord von Hege Riise ein. Durch ein 2:0 gewann Deutschland zum dritten Mal die olympische Bronzemedaille.

[Bearbeiten] Stationen

  • Jugend: Dörnigheimer SV, FC Hochstadt
  • bis 1998 FSV Frankfurt
  • seit 1998 1. FFC Frankfurt
  • zeitweilig parallel bei Carolina Courage in der nordamerikanischen WUSA zu Beginn der 2000er Jahre

[Bearbeiten] Erfolge

  • WM-Teilnehmerin 1995, 1999, 2003 und 2007
  • Vize-Weltmeisterin 1995
  • Weltmeisterin 2003 und 2007
  • Bronzemedaille bei Olympia 2000, 2004 und 2008, OS-Teilnahme 1996
  • Europameisterin 1995, 1997, 2001 und 2005
  • Torschützenkönigin der Weltmeisterschaft 2003, mit 7 Toren
  • UEFA Women’s Cup-Siegerin mit dem 1. FFC Frankfurt 2002, 2006 und 2008
  • UEFA Women’s Cup (2. Platz) 2004
  • Deutsche Meisterin 1995, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007 und 2008 (insgesamt neun mal)
  • Deutsche Pokalsiegerin 1995, 1996, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2007 und 2008 (insgesamt neun mal)
  • DFB-Pokal (2.Platz) 1998, 2004, 2005 und 2006
  • DFB Hallenpokalsieger 1995, 1999, 2002, 2006 und 2007
  • DFB Hallenpokal (2.Platz) 1997, 1998 und 2005
  • Supercupsiegerin 1996
  • Founders Cup-Siegerin (WUSA-Champion) 2002
  • Bundesliga-Saisoneröffnungsturnier-Siegerin 1999, 2000 und 2001
  • Torschützenkönigin der Fußball-Bundesliga 1997, 1998, 2001, 2007
  • Mit 14 Toren WM-Rekordtorschützin
  • Mit 19 Spielen Rekordspielerin bei Olympischen Spielen.
  • Mit 10 Toren Rekordtorschützin bei Olympischen Spielen (zusammen mit Cristiane)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Siehe auch

Liste der Fußballspielerinnen mit mindestens 100 Länderspielen

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.fifa.com/infoplus/IP-302_04A_play-super-FF.pdf
  2. Stadt Frankfurt

[Bearbeiten] Weblinks

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