Äquatorialguinea

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República de Guinea Ecuatorial (span.)
République de Guinée Équatoriale (franz.)
República da Guiné Equatorial (port.)
Republik Äquatorialguinea
Flagge Äquatorialguineas
Wappen Äquatorialguineas
Flagge Wappen
Wahlspruch: Unidad, Paz, Justicia
(spanisch für Einigkeit, Frieden, Gerechtigkeit)
Amtssprache Spanisch
Französisch
Portugiesisch
Fang, Bube und Ambo als anerkannte Nationalsprachen
Hauptstadt Malabo
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt Präsident
Teodoro Obiang
Regierungschef Premierminister
Francisco Pascual Obama Asue
Fläche 28.051 km²
Einwohnerzahl 686.000 bis 1.622.000 (Stand: 2010 bis 2012, Zahlen umstritten)[1][2][3][4]
Bevölkerungsdichte 41[5] Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[6]
  • 11,63 Mrd. USD (128.)
  • 31,72 Mrd. USD (125.)
  • 14.174 USD (54.)
  • 38.639 USD (32.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,592 (135.) (2016)[7]
Währung CFA-Franc BEAC (XAF)
Unabhängigkeit 12. Oktober 1968 (von Spanien)
Nationalhymne Caminemos Pisando la Senda de Nuestra Inmensa Felicidad
Nationalfeiertag 12. Oktober
Zeitzone UTC+1 (WAT)
Kfz-Kennzeichen GQ
ISO 3166 GQ, GNQ, 226
Internet-TLD .gq
Telefonvorwahl +240
Äquatorialguinea Gabun Kamerun Zentralafrikanische Republik Südsudan Republik Kongo Demokratische Republik Kongo São Tomé und Príncipe Nigeria Tschad Sudan Ghana Elfenbeinküste Togo Liberia Burkina Faso Mali Guinea Benin AngolaEquatorial Guinea in its region.svg
Über dieses Bild

Die Republik Äquatorialguinea, allgemein einfach als Äquatorialguinea (spanisch Guinea Ecuatorial, französisch Guinée équatoriale portugiesisch Guiné Equatorial) bezeichnet, ist ein Staat in Subsahara-Afrika. Der Festlandteil des Staates grenzt im Norden an Kamerun, im Süden und Osten an Gabun und im Westen an den Golf von Guinea. Der südlichste Teil des Staatsgebietes, die Insel Annobón oder Pagalu, liegt 156 Kilometer südlich des Äquators, der Rest nördlich davon. Obwohl es der Name des Landes vielleicht vermuten lässt, verläuft der Äquator nicht durch das Staatsgebiet Äquatorialguineas.

Die staatstragende Bevölkerungsgruppe der ehemaligen spanischen Kolonie sind die Fang, eine marginalisierte Minderheit sind die Bubi. Das Land ist besonders entlang der Küstengebiete reich an Erdölvorkommen, deren Einnahmen allerdings nur einer kleinen – politisch einflussreichen – Elite zugutekommen. Das hohe Pro-Kopf-Einkommen nähert sich dem europäischen Durchschnitt. Trotzdem ist die Armutsquote hoch.[8] Die Verletzungen der Menschenrechte sind deutlich zurückgegangen, aber das Land bietet keine Rechtssicherheit.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äquatorialguinea bedeckt als einer der kleinsten Staaten Afrikas eine Fläche von insgesamt 28.051 km², wovon rund 26.000 km² auf den Festlandsteil Mbini (Rio Muni) entfallen. Damit ist es etwa so groß wie das Land Brandenburg. Der Mbini genannte Festlandteil steigt von der flachen Küste bis auf 1200 Meter im Inland an. Die gerade verlaufenden Abschnitte der Grenzen des Festlandteiles liegen im Süden bei genau 1° und im Norden bei 2°10′ nördlicher Breite sowie im Osten bei 11°20′ östlicher Länge.

Die rund 2000 km² große Insel Bioko im Norden vor der Küste von Kamerun, die küstennahen Inseln Corisco, Elobey Grande und Elobey Chico gegenüber dem Ästuar des Rio Muni sowie die südwestlich von São Tomé ca. 35 km vor der Küste Gabuns liegenden 17 km² große Insel Annobón gehören zu Äquatorialguinea

Die Landgrenzen sind 835 km lang, die Küste 296 km.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Inseln und dem Festland herrscht tropisches Regenwaldklima mit einer kurzen Trockenzeit. Während die Trockenzeit auf Bioko im Dezember und Januar liegt, erstreckt sie sich auf dem Festland von Juli bis August.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Inseln dominiert Regenwald, auf dem Festland Dschungel. Mangrovensümpfe säumen die Küste. Auf Bioko wurde ein Teil des tropischen Regenwaldes durch Plantagen ersetzt. Auf Annobón finden sich überwiegend Öl- und Kokospalmen.

Die weiten Regenwaldgebiete bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum, zum Beispiel Schimpansen, Gorillas, Mandrills und Bärenmakis. Auch Leoparden, Waldelefanten, Waldbüffel, Schirrantilopen und Bongos kommen häufig vor.[9]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äquatorialguinea ist eines der wenigen afrikanischen Länder, in denen ein Volk die eindeutige Mehrheit des Landes stellt: Etwa 85,7 Prozent der Bevölkerung gehören zu den bantusprachigen Fang. Im gebirgigen Inneren der Insel Bioko leben in oft schwer zugänglichen Dörfern die Bubi, die ebenfalls zu den Bantuvölkern zählen und 6,5 Prozent der Bevölkerung stellen. Aber auch hier dominieren mittlerweile die Fang. Aufgrund starker Repressalien während der Diktatur Francisco Macías Nguemas mussten die Mehrheit der Bubi, die bis dahin 20 Prozent der Bevölkerung stellten, das Land verlassen – viele gingen nach Spanien. Weitere Minderheiten sind mit 3,6 Prozent die Mdowe und mit 1,1 Prozent die Bujeba. Auf der Insel Annobón leben die Annobonesen, die 1,6 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen. Mit jeweils noch einigen Tausend leben auch Europäer – zumeist Spanier – und die Fernandinos, Nachkommen englischsprachiger Kreolen, im Land.[10]

Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl ist umstritten: Die Regierung gibt auf ihrer Website 1.622.000 Einwohner an. (Stand: 2010)[1]. Bei der Weltbank werden 720.000 (Stand: 2011)[2], beim Auswärtigen Amt Deutschlands 693.000 (Stand: 2010)[3], im CIA-Factbook 686.000 (Stand: Juli 2012)[4] Einwohner angegeben. Das Bevölkerungswachstum soll zurzeit 2,6 % betragen. Auf Bioko leben etwa 20 %, auf Annobón 1 % der Äquatorialguineer. Da genaue und zuverlässige Bevölkerungsdaten fehlen, sind diese Aussagen sowie die zum Bruttoinlandsprodukt und Pro-Kopf-Einkommen unsicher; daher kommen die internationalen Institutionen zum Teil zu stark abweichenden Ergebnissen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der spanischen Kolonialherrschaft sind über 87 % der Äquatorialguineer Anhänger der Römisch-katholischen Kirche in Äquatorialguinea, daneben gibt es 5 % Protestanten. Anhänger von traditionellen Religionen sind demgegenüber Minderheiten.[11]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl mehr als 80 Prozent der Bevölkerung die Bantusprachen Fang und Bube als Muttersprachen sprechen, sind die Amtssprachen Äquatorialguineas laut dem Verfassungsgesetz und der Änderung in Artikel 4 des Grundgesetzes Spanisch (Äquatorialguineisches Spanisch) und Französisch; nach 2010 kam noch Portugiesisch dazu.

Die Sprachen der Ethnien des Landes sind nach dem Verfassungsgesetz 1/1998 vom 21. Januar 1998 integraler Teil der nationalen Kultur. Das sind Fang, Bube, Benga, Ndowe, Balengue, Bujeba, Bissio, Gumu, das fast ausgestorbene Baseke, Annobonesisch (oder Ambo), das Fernando-Poo-Kreolenglisch, Igbo und Pidginenglisch. In Äquatorialguinea werden insgesamt 14 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Äquatorialguinea ist neben der Demokratischen Arabischen Republik Sahara das einzige spanischsprachige Land Afrikas. Spanisch wird heute größtenteils als Bildungssprache verwendet, denn kirchliche Missionen und spanische Einrichtungen tragen die meisten Schulen des Landes. Allerdings nimmt die Bedeutung anderer europäischer Sprachen zu. So hatte Äquatorialguinea seit 2007 Beobachterstatus in der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP). Am 23. Juli 2010, beim 8. Gipfel dieser Gemeinschaft in Luanda, wurde der Antrag auf Vollmitgliedschaft gestellt. Die Gemeinschaft stellte jedoch zwei Bedingungen für eine Annahme des Antrags: Einmal die Einführung des Portugiesischen als Amtssprache, zum anderen politische Reformen, in die Richtung einer effizienten Demokratie und einer Beachtung der Menschenrechte. Im Juli 2012 wurde der Antrag erneut abgelehnt, weniger wegen ungenügender Fortschritte bei der Einführung des Portugiesischen, sondern vor allem wegen der fortwährenden Verletzung der Menschenrechte in Äquatorialguinea.[12] Am 23. Juli 2014 auf dem 10. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder in Dili, Osttimor, wurde die Aufnahme von Äquatorialguinea beschlossen, unter der Vorgabe, dass die Todesstrafe abgeschafft wird. Seit 1997 ist Äquatorialguinea auch Mitglied der Gemeinschaft frankophoner Staaten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Anlass des Weltalphabetisierungstages 2010 gab die Regierung bekannt, dass die Alphabetisierungsrate nach neuen Zahlen der UNESCO mit 93 % die höchste in Subsahara-Afrika sei. Vom CIA World Factbook wurde sie 2015 auf 95,3 % der Bevölkerung geschätzt.[13]

Ein öffentliches Schulsystem existiert kaum. Kirchliche Missionen und spanische Einrichtungen tragen die meisten Schulen des Landes. Seit einigen Jahren hat Malabo eine Universität. Dort gibt es ein spanisches und ein französisches, in Bata ein spanisches Kulturzentrum.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die etwa 200 einheimischen Ärzte wurden bislang vor allem in Kuba ausgebildet. Die Universidad Nacional de Guinea Ecuatorial unterhält am Hospital General in Bata eine Facultad de Ciencias Médicas, die von einem kubanischen Dekan geleitet wird. Die so genannte traditionelle Medizin wird staatlich reguliert.[14] Die Lebenserwartung betrug im Zeitraum von 2010 bis 2015 laut Zahlen der UN 56,8 Jahre (Männer: 55,5 Jahre, Frauen: 58,1 Jahre).[15]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal der ersten Einwanderer (1773) bei Luba, Bioko

Um 1500 nahm Portugal das heutige Äquatorialguinea unter dem Namen Fernando Póo in Besitz. 1778 trat Portugal die Kolonie an Spanien ab, wodurch sie zu Spaniens einziger Kolonie im Subsaharischen Afrika wurde. Im 19. Jahrhundert errichtete Spanien eine Plantagenwirtschaft auf der Insel Bioko, begann aber erst ab 1926 mit der Kolonisierung der Region Rio Muni. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten Mbini mit den Inseln Bioko und Annobón die spanische Kolonie Territorios Españoles del Golfo de Guinea („Spanische Gebiete am Golf von Guinea“).

Im Ersten Weltkrieg ließ sich die deutsche Schutztruppe aus Kamerun in der neutralen (spanischen) Kolonie internieren. 1929 besuchte eine Kommission des Völkerbundes die Insel Bioko, um vor Ort den Fernando-Po-Skandal zu untersuchen.

Die Kolonie erlangte 1963 unter dem Namen Äquatorialguinea (spanisch Guinea Ecuatorial) innere Autonomie. Unabhängig wurde das Land am 12. Oktober 1968. Drei Wochen vor der Unabhängigkeit wurde Francisco Macías Nguema zum Präsidenten gewählt.

Im Frühjahr 1969 kam es zu Unruhen, die zur Aufhebung der Verfassung führten und Macías Nguema die Errichtung eines Terrorregimes ermöglichten. Sein Regime gilt als eine der „blutigsten Diktaturen Afrikas“.[16] Ein Drittel der Bevölkerung floh ins Ausland. Zehntausende von Regimegegnern sollen ermordet worden sein. Weihnachten 1975 ließ Macías 150 angebliche Verschwörer hinrichten; eine Band spielte dazu Those Were the Days von Mary Hopkin.

Am 4. August 1973 wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt, die die beiden bis dahin autonomen Provinzen Fernando Póo (heute Bioko) und Rio Muni zu einem Einheitsstaat machte.

Am 3. August 1979 wurde Macías Nguema von seinem Neffen Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, dem Kommandanten der Nationalgarde, gestürzt und hingerichtet. Anschließend übernahm ein von Obiang geleiteter Oberster Militärrat die Macht. Als Oppositionsführer ist seit Anfang der 1980er Jahre insbesondere Michel Grosé bekannt. Unter Obiang verbesserten sich die Beziehungen zum Ausland, er regierte und regiert jedoch weiterhin diktatorisch.[16]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominell ist Äquatorialguinea eine parlamentarische Demokratie; tatsächlich dominiert jedoch der Präsident das Land auf allen Entscheidungsebenen. Analysten bezeichnen das politische System Äquatorialguineas als Diktatur[17] oder als autoritäre Kleptokratie.[18] Das Land gehört zu den korruptesten der Welt.[19] Mit 69 Clans dominieren Fang die Politik des Landes.

Die 1991 eingeführte Verfassung gewährt dem auf sieben Jahre gewählten Präsidenten weitgehende Exekutivbefugnisse; so ernennt er den Premierminister und die obersten Richter und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Legislative liegt bei der Cámara de Representantes del Pueblo (‚Volksvertreterkammer‘). Das Einkammerparlament mit 100 Sitzen wird für fünf Jahre gewählt.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 gründete Obiang die Staatspartei Partido Democrático de Guinea Ecuatorial (PDGE), die das Parteiensystem bis heute dominiert. Bis 1991 war sie als Einheitspartei die einzige politische Partei des Landes.

Inzwischen existieren rund 20 Oppositionsparteien; einige davon sind jedoch lediglich Ableger der PDGE. Die wichtigsten Oppositionsparteien sind CPDS und Unión Popular (UP). Letztere ist seit ihrer Spaltung 1999 deutlich geschwächt. Es existieren weitere kleinere Parteien, zum Teil im spanischen Exil. Einige der Oppositionsparteien haben sich zu Bündnissen zusammengeschlossen. Bei den Kommunalwahlen 2000 boykottierten einige der Oppositionsparteien die Wahl. Die PDGE gewann die Wahlen mit 96 % und kontrolliert damit alle 30 Gemeinderäte.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Parlamentswahl 1988 gewann die PDGE mit 99,2 % der Stimmen. 1996 wurde Obiang durch eine vermutlich manipulierte Wahl mit einem Ergebnis von 99 Prozent im Amt des Präsidenten bestätigt. Alle spätere Wahlen gewannen ebenfalls der Präsident und seine Partei, so die Parlamentswahl am 7. März 1999, die nur von einem der UP-Abgeordneten anerkannt wurde; die übrigen warfen der Regierung massive Wahlmanipulationen vor. Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch die EU-Verwaltung. Eine erneute Wiederwahl Obiangs erfolgte am 15. Dezember 2002 mit 99,5 %. Auch hier ist von einer manipulierten Wahl auszugehen; einige Wahllokale gaben einen Stimmenanteil von 103 % für Obiang an.

Menschenrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menschenrechtslage in Äquatorialguinea stößt immer wieder auf Kritik. 2002 kam es in einem Schauprozess gegen angebliche Putschisten zu Folterungen. Gewerkschaften existieren nicht in Äquatorialguinea. Radio und Fernsehen befinden sich im Regierungsbesitz. Die Zeitungen La Gaceta, La Opinión und La Verdad erscheinen unregelmäßig. Internationale Zeitungen gibt es nicht. Die einzige Menschenrechtsorganisation des Landes wird von der Regierung kontrolliert.[16]

Zur Hinrichtung von vier Putschisten erklärte der Pressesprecher des State Department am 30. August 2010:

“The United States was deeply concerned to learn that the Government of Equatorial Guinea has executed four individuals after a summary military tribunal on August 21. While we respect Equatorial Guinea’s right to defend its national security, the trial failed to meet minimum international human rights guarantees. We are also disappointed in the 20-year jail sentences handed down by the same military tribunal to opposition party members Santiago Asumu Nguema and Marcelino Nguema Esono. Both had previously been acquitted in a civilian court, and were tried a second time for the same offense by the military tribunal. We call on the Government of Equatorial Guinea to commit to upholding the rights guaranteed by its own Constitution and its obligations under international human rights law.”

„Die Vereinigten Staaten waren sehr bestürzt zu hören, dass die Regierung Äquatorialguineas vier Menschen nach einem Militärgericht am 21. August hingerichtet hat. Während wir Äquatorialguineas Recht auf Verteidigung nationaler Sicherheit respektieren, genügte das Verfahren nicht den internationalen Mindeststandards für Menschenrechte. Ebenso sind wir ob der 20-Jahre-Gefängnisstrafe desselben Militärgerichts für die Oppositionsmitglieder Santiago Asumu Nguema und Marcelino Nguema Esono enttäuscht. Beide waren vorher vor einem Zivilgericht gestanden und wurden ein zweites Mal für dasselbe Vergehen vor das Militärgericht gestellt. Wir rufen die Regierung Äquatorialguineas auf, die von ihrer eigenen Verfassung garantierten Rechte und die Auflagen des internationalen Menschenrechts einzuhalten.“

Dem entgegnete Präsident Obiang am 1. September 2010:

„Das Gerichtsverfahren in der Woche vom 13. August hat sich von ähnlichen Verfahren in anderen Teilen der Welt nicht unterschieden. Die geltenden Gesetze wurden respektiert und angewandt, das Verfahren war transparent, unparteiisch und wurde mit den nötigen Garantien der Verteidigung durchgeführt … GNQ hat die Todesstrafe nicht abgeschafft. Wenn ihr Vollzug ausgesetzt oder Gnade gewährt wurde, dann war das keine Schwäche oder Toleranz unserer Rechtsordnung, sondern ein Bemühen um Rehabilitierung derer, die die Grundsätze des Rechtsstaats in GNQ verletzt haben. Gesetze und Gerichte wurden aus vielen Gründen eingerichtet, vor allem, um Frieden, Sicherheit, politische und soziale Balance sowie wirtschaftliche Entwicklung zum Nutzen der Menschen zu gewährleisten. Wenn wir in Zukunft außerordentliche Maßnahmen ergreifen müssen, um diese Grundsätze zu schützen, dann werden wir das tun.“

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äquatorialguinea ist seit 1968 Mitglied der Vereinten Nationen. Es hat Beobachterstatus in der WTO.[20]

Die Außenpolitik konzentriert sich auf internationale Anerkennung und gute Beziehungen zu den Nachbarstaaten. Der Streit mit Nigeria über die Seegrenzen wurde im Herbst 2000 beigelegt. 2014 wurde das Land zudem Vollmitglied in der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP). Äquatorialguinea erhofft sich durch die Kooperation insbesondere mit den fünf portugiesischsprachigen Ländern Afrikas (PALOP) verbesserte internationale Beziehungen. Zu den Problemen des Landes gehört die illegale Einwanderung aus den Nachbarstaaten Kamerun und Gabun.

Das Verhältnis zu Spanien ist distanziert, vielleicht auch belastet, weil die frühere Kolonialmacht schätzungsweise 40.000 (meist oppositionelle) Äquatorialguineer aufgenommen hat. Nachdem Präsident Obiang mit zahlreichen Regierungsmitgliedern im November 2006 Spanien besucht hatte, sagte er den geplanten Besuch der Expo 2008 in Saragossa ab, da ihn weder König Juan Carlos I. noch Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero empfangen wollten.

Die EU hält sich mit ihrem Engagement im Land zurück, weil sie von der Regierung mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte fordert. Sie engagierte sich bei der Instandsetzung der Wasserversorgung in Malabo und förderte Kleinbauern beim Kakaoanbau. Die Volksrepublik China hat diese Zurückhaltung auf breiter Front genutzt. Vom kleinen Handel bis zu großen Bauprojekten (Häfen, Wasserkraftwerk in Djibloho) sind Chinesen allgegenwärtig. Die Beziehungen zur Volksrepublik China sind ausgezeichnet. Im August 2010 war der Präsident zu seinem 7. Staatsbesuch in China – eine Woche nach seinem ersten in Südkorea. Ende Juli 2010 besuchte eine guineische Delegation den chinesischen Vizeverteidigungsminister.

Deutschland, Frankreich und Spanien sind die einzigen europäischen Länder mit Botschaften in Äquatorialguinea, daneben existiert ein Büro der portugiesischsprachigen Gemeinschaft CPLP. Die deutsche Botschaft in Malabo wurde am 13. September 2010 eröffnet. Bis dahin war der Botschafter in Yaoundé (Kamerun) auch in Malabo akkreditiert. Deutschland war seit 1910 mit Honorarkonsuln, die DDR Anfang der 1970er Jahre auch mit einer Botschaft vertreten.

Die USA haben aufgrund der Ölfunde ihre Beziehungen zu Äquatorialguinea intensiviert. Nur US-Amerikaner sind vom Visumzwang befreit. Beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva am 4./5. Juli 2010 in Malabo wurde die Visumpflicht für Diplomaten abgeschafft und Abkommen über technische Zusammenarbeit und Ausbildung sowie über Rüstungsgüter und Fernsehtechnik wurden unterschrieben.

Im Juli 2011 fand der 17. Gipfel der Afrikanischen Union in Malabo statt.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Streitkräfte umfassen schätzungsweise 2500 Mann und werden durch paramilitärische Einheiten in unbekannter Größe ergänzt. Die polizeilichen Sicherheitskräfte werden von Israelis ausgebildet.[21] Nach einigen Putschversuchen und Überfällen von See wird durch die US-Firma Military Professional Resources eine Radarkette zur Küstenüberwachung eingerichtet. Die modernen Küstenschutzboote werden von israelischen Spezialisten gewartet.

Diplomatische Vertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20 Staaten unterhalten Botschaften in Äquatorialguinea: Frankreich, Spanien, Deutschland[22], USA (seit 2003)[23], Brasilien, Venezuela, Kuba, China (seit 1970), Nordkorea, Angola, Kamerun, Kongo Brazzaville, Südafrika, Ägypten, Gabun, Ghana, Libyen, Marokko, Nigeria und Tschad. Mali unterhält ein Konsulat.

Honorarkonsuln haben Benin, Großbritannien, Zentralafrikanische Republik, Sao Tomé und Principe sowie Burkina Faso bestellt.

Vertreten sind auch einige Organisationen der Vereinten Nationen.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen Äquatorialguineas

Äquatorialguinea gliedert sich in zwei Regionen mit sieben Provinzen, vier auf dem Festland und drei auf den Inseln.

Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Region
(Provinzen der Region)
ISO 3166-2:GQ Hauptstadt Fläche
(in km²)
Bevölkerung (2012) Einwohner (2012)
(pro km²)
Región Insular (Inselregion)
(Annobón, Bioko Norte, Bioko Sur)
I Malabo 2.034 253.700 124,7
Región Continental (Festlandregion)
(Centro Sur, Kié-Ntem, Litoral, Wele-Nzas)
C Bata 26.017 968.100 37,2

Provinzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Provinz ISO 3166-2:GQ Hauptstadt Fläche
(in km²)
Bevölkerung (2012) Einwohner (2012)
(pro km²)
1 Annobón AN San Antonio de Palé 17 3.400 200,0
2 Bioko Norte BN Malabo 776 230.000 296,4
3 Bioko Sur BS Luba 1.241 20.300 16,4
4 Centro Sur CS Evinayong 9.931 136.600 13,8
5 Kié-Ntem KN Ebebiyín 3.943 152.100 38,6
6 Litoral LI Bata 6.665 459.000 68,9
7 Wele-Nzas WN Mongomo 5.478 220.400 40,2

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 2002 wuchs das Bruttoinlandsprodukt jährlich im Durchschnitt um 24 %. Mit einem BIP (KKP) pro Kopf zwischen etwa 19.960 (Schätzung des IWFfür 2014) und 11.120 US-Dollar (Schätzung von knoema.com für 2015) lag das Land an der Spitze aller afrikanischer Staaten bzw. im oberen Bereich. Diese Zahlen sind jedoch stark an den schwankenden Weltmarktpreis für Rohöl gebunden und daher seit 2013 gesunken. Nach allgemeiner Einschätzung liegt das monatliche Durchschnittseinkommen bei etwa 300 Euro und es gibt so gut wie keine Arbeitslosen. Alle Zahlen sind unsicher.

Die Einnahmen aus der florierenden Ölförderung reichen nach Angaben der Bundesregierung aus, um den Staatshaushalt einen Überschuss erwirtschaften zu lassen und Äquatorialguinea von finanzieller Entwicklungshilfe unabhängig zu machen. Allerdings kommt das Geld großenteils der Präsidentenfamilie und vielen „Mandarinen“[24] zugute. Nach Angaben der Weltbank muss die Mehrheit der Bevölkerung von weniger als zwei Dollar am Tag leben. Der Human Development Index für 2010 reiht das Land zwar in die „mittlere“ Länderkategorie ein, doch gehört es nach dem „non income index“ in die unterste Kategorie.[25] Der Gini-Koeffizient, der die Einkommensungleichheit in einem Land misst, beträgt (sehr hohe) 0,65. Mit einem Privatvermögen von 600 Millionen Dollar ist Obiang nach Angaben des Forbes Magazine einer der reichsten Staatschefs der Welt. Andere Quellen schätzen sein Vermögen auf drei Milliarden Dollar.[18]

Wirtschaftszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Erdöl sind der Export von tropischen Hölzern (1999: rund 750.000 Kubikmeter) und von Kakao die wichtigsten Wirtschaftszweige, deren Umsatz allerdings bereits seit Jahren schwindet. Die Kakaoproduktion auf Bioko bleibt konstant bei 5000 t pro Jahr, beschäftigt aber noch die meisten Arbeiter. Der Holzexport von Rio Muni erbrachte zwischen 1996 und 1999 etwa 10 Prozent der Exporterlöse. Darüber hinaus werden Landwirtschaft und Binnenfischerei zur Selbstversorgung betrieben. Die Städte des Landes sind dennoch auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Seefischerei findet nicht statt. Da Überfälle und Putschversuche immer von See kamen, wurden die Fischkutter an Land geholt. Im Hafen von Malabo sind noch Reste von Holzbooten zu sehen.

In einem Gebiet von 5450 km² in der Bucht des Río Muni will Vanco Corisco Deep Ltd. mit Vanco Overseas Energy und russischen Unternehmen Erdöl fördern.

Bodenschätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem 1991 vor der Küste Biokos und vor dem Festland große Erdöl-Lagerstätten entdeckt und von internationalen Ölfirmen genutzt werden, ist die Wirtschaft rasant gewachsen. 2004 machte die Ölwirtschaft rund 90 % des Bruttoinlandsprodukts aus.

Möglich wurde diese raketenhafte Entwicklung erst durch den Abschluss neuer Förderverträge, nachdem die Verträge der ersten Generation die äquatorialguineische Seite stark benachteiligt hatten. 2013 betrug die Tagesförderung laut Angaben des CIA World Factbook rund 290.800 Barrel.[10] Damit ist das Land nach Nigeria und Angola der drittgrößte Ölproduzent südlich der Sahara. Die Einrichtungen der Ölgesellschaften, wie auch viele Privathäuser und ganze Stadtviertel der Einheimischen, sind weitgehend vom Umland abgeschirmt. Die guineische Staats- und Privatwirtschaft steht und fällt mit den internationalen Unternehmen. Diese schaffen im Lande allerdings kaum Arbeitsplätze, denn qualifizierte und zuverlässige Fachkräfte sind unter den Einheimischen selten zu finden.

In Äquatorialguinea befinden sich ebenfalls Erdgasvorkommen, die seit 2001 gefördert werden. In einem internationalen Konsortium engagiert sich die deutsche E.ON maßgeblich in der Verflüssigungstechnologie.[26] Das Land ist seit Mai 2017 Mitglied in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Städten und auf den Landstraßen gibt es viele Straßenschäden und -schwellen. Auch polizeiliche Verkehrskontrollen sind häufig.

Mit dem Centro Médico La Paz gibt es in Bata ein leistungsfähiges Krankenhaus. Vom israelischen Betreiber wurde ein zweites in Malabo fertiggestellt.[27][28] Sarah Onyango Obama, Barack Obamas Stiefgroßmutter, ließ sich dort im Januar 2013 behandeln.[29]

Außenhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 exportierte das Land Waren im Wert von rund 8,45 Milliarden US-Dollar, davon 88 % Erdöl. Hauptabnehmer waren die USA (21,3 %), China (18,9 %) und Spanien (9,5 %). 2012 betrugen die Exporte 14,73 Milliarden Dollar. In diesem Jahr lagen Japan und Frankreich auf Platz 1 und 2 der Abnehmerländer.

Die Importe beliefen sich 2006 auf 2,52 (2012: 7,56) Milliarden US-Dollar. Hauptlieferanten waren 2006 die USA (7,5 %), Italien (6,1 %) und Frankreich (3,7 %). 2012 waren Spanien und China die wichtigsten Lieferländer. Die deutschen Ausfuhren in das Land betrugen 2004 rund 4,1 Millionen Euro (2003: 6,9), die deutschen Einfuhren aus Äquatorialguinea rund 6,6 Millionen Euro (2003: 3,5).[30]

Amerikanische und französische Ölfirmen engagieren sich immer mehr in dem kleinen Land. Das Tankstellennetz wird fast ausschließlich vom französischen Unternehmen Total betrieben. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Südkorea und Brasilien sind gut und werden ausgebaut. Das Handelsvolumen zwischen Äquatorialguinea und Brasilien ist zwischen 2003 und 2007 von 3 auf 243 Mio. USD gewachsen.

Die Auslandsverschuldung Äquatorialguineas betrug 2011 etwa 1 Mrd. US-Dollar (5,2 % des Bruttoinlandsprodukts BIP).[10] Im Vergleich dazu waren es 1999 noch geschätzte 47 % des BIP.[16]

Äquatorialguinea ist seit 1985 Mitglied der CFA-Franc-Zone. Der Internationale Währungsfonds gewährte in den Jahren 1988 und 1993 dreijährige Strukturanpassungskredite, die 1995 wegen Nichteinhaltung der Vorgaben suspendiert wurden.[16]

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 2,862 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 2,436 Mrd. USD gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,6 % des BIP.[10]

Die Staatsverschuldung betrug 2016 21,6 % des BIP.[31]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in Prozent des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine Post, keine Straßennamen und keine Karten. Die schlechte Infrastruktur des Landes wird zum Teil rasch und eindrucksvoll verbessert. Neubauten verändern das Stadtbild von Malabo und Bata allwöchentlich. Kanalisation, Klärwerke und Müllentsorgung sind mangelhaft; Guinea Limpieza ist im Aufbau. Wasserkraftwerke liefern Strom. Modernste Freileitungen versorgen das Hinterland. Die Stromversorgung ist nicht immer stabil. Ende 2010 verantwortete die Regierung nicht weniger als 900 Großprojekte.

Der internationale Geldverkehr läuft über die Nationalbank und über die Afrikanische Zentralbank, was dauert, aber funktioniert. In Malabo gibt es einen Geldautomaten. Für alle Käufe ist CFA-Bargeld am besten. Euro kann man überall zum festen Kurs umtauschen, US-Dollar nicht.

Für (große) Transporte haben Lufthansa Cargo und DHL den besten Ruf. Mobiltelefone hat fast jeder (Orange). Der Internetzugang ist frei. 2016 nutzten 20,9 % der Bevölkerung das Internet.[33]

Weite Gebiete des Landes sind unerschlossen. Nicht wenige sind als Nationalparks ausgewiesen und kaum erreichbar. Das Straßennetz umfasst etwa 1300 Kilometer, davon (angeblich und glaubhaft) 80 % asphaltiert. Die wichtigen Straßen sind in gutem Zustand und werden laufend ausgebaut (siehe Oyala). Im Hinterland und auf den Inseln sind viele neue Brücken gebaut worden.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lediglich die Flughäfen Malabo, Bata und Annobón besitzen eine befestigte Landebahn. Der Flug von Malabo nach Bata dauert 35 Minuten. Innerhalb von ein bis zwei Flugstunden sind erreichbar:

Die beiden wichtigsten Fluggesellschaften, Cronos Airlines und CEIBA Intercontinental, sind auf der Schwarzen Liste. Die Flüge können nur vor Ort gebucht werden und sind oft überbucht.

Von Europa fliegen Lufthansa (Frankfurt am Main), Air France (Paris), Iberia (Madrid) und Air Europa nach Malabo. Mit einem Zwischenstopp in Lagos fliegt Lufthansa mittlerweile täglich nach Malabo. Seit langem will Air France (und Iberia) die Verbindung nach Bata verlängern. Außerdem will sie die Zahl der wöchentlichen Flüge von sechs auf sieben erhöhen.

In Afrika fliegen Royal Air Maroc, Kenya Airways und Ethiopian Airlines nach Malabo. Der neue Flughafen bei Mongomeyen soll das grenznahe Hinterland mit der Heimatregion des Präsidenten und der neuen Regierungsstadt Oyala erschließen.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf eine Initiative des Centro Internacional de Teatro Actual, der Casa Africa und der spanischen Kulturzentren in Bata und Malabo wurde im Jahre 2008 das Proyecto Orígines gegründet, ein Tanztheater mit 24 einheimischen Mitgliedern unter dem Direktorat von Santiago Sanchez. Es vermittelt einen Einblick in die Kultur und Lebensweise der fünf großen Stämme im Lande. In Europa wird das Ensemble erstmals 2011 in Valencia auftreten.

Ab 2011 soll in Malabo ein Afrikanisches Observatorium für Wissenschaft, Technologie und Innovationen entstehen. Das Land stellt dafür 3,6 Mio. USD zur Verfügung.

Feiertage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalfeiertag ist der 12. Oktober, der Unabhängigkeitstag (spanisch Día de la Independencia).[34] 2010 wurde er auf Annobón gefeiert.

Sonstige Gesetzliche Feiertage

  • 1. Mai: Tag der Arbeit (spanisch Día del Trabajo)
  • 25. Mai: Afrika-Tag (Día de Africa)
  • 5. Juni: Präsidententag (Natalicio del Presidente de la República)
  • 3. August: Befreiungstag (Día del Golpe de Libertad)
  • 15. August: Tag der Verfassung (Día de la Constitución)
  • 10. Dezember: Tag der Menschenrechte (Día de los Derechos Humanos)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äquatorialguinea war Ausrichter der Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2008. Die Mannschaft gewann das Turnier und stellte mit Genoveva Añonma die Torschützenkönigin und beste Spielerin.[35] Bei der Afrikameisterschaft der Frauen 2010 schafften sie es erneut ins Finale. Zwar wurde das Endspiel gegen die Auswahl Nigerias mit 7:2 verloren; Platz 2 bedeutete jedoch die erstmalige Qualifikation für die Weltmeisterschaft, die 2011 in Deutschland stattfand. Dort schied die Mannschaft nach der Vorrunde aus.

Zusammen mit Gabun hat Äquatorialguinea die Fußball-Afrikameisterschaft 2012 der Herren ausgerichtet. Das Team Äquatorialguineas erreichte dabei das Viertelfinale, schied dann aber gegen den späteren Turniergewinner Sambia aus. 2015 richtet das Land den Kontinentalwettbewerb wieder aus. Dieses Mal sogar als alleiniger Ausrichter als Ersatz für Marokko, welches das Turnier wegen der Ebolaepidemie verschieben wollte.

Bei der Fußball-Afrikameisterschaft 2015 erreichte die Mannschaft mit dem vierten Platz, das bisher beste Ergebnis bei einer Afrikameisterschaft.

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwimmer Éric Moussambani („Eric The Eel“) sorgte als Teilnehmer bei den Olympischen Sommerspielen 2000 im Freistilschwimmen für Aufsehen.

Weitere Olympiateilnehmer des Landes waren Paula Barila Bolopa, Gus Envela Jr. und Reginaldo Ndong.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Äquatorialguinea – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Äquatorialguinea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Äquatorialguinea – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Äquatorialguinea – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Regierung Äquatorialguineas: Ver más datos de Guinea Ecuatorial. Guinea Ecuatorila en cifras (Evolución de la población de Guinea Ecuatorial), gesichtet 5. Februar 2013
  2. a b Weltbank: Population, total, gesichtet 5. Februar 2013
  3. a b Auswärtiges Amt: Länderinformationen. Äquatorialguinea, gesichtet 5. Februar 2013
  4. a b CIA: The World Fact Book Online, gesehen: 5. Februar 2013
  5. Berechnet durch Mittelwert von 686.000 und 1.622.000 (1.154.000) durch Fläche.
  6. [1] (PDF) Internationaler Währungsfonds
  7. [2] United Nations Development Programme (UNDP),
  8. Despot’s Fall. In: TIME Magazine, 20. August 1979. 
  9. Bioko Biodiversity Protection Program
  10. a b c d e f Cia World Factbook; Äquatorialguinea. Abgerufen am 19. März 2012.
  11. Meyers Großes Länderlexikon, Mannheim, 2004
  12. Público (Lissabon), 20. Juli 2012
  13. The World Factbook — Central Intelligence Agency. Abgerufen am 21. Juli 2017 (englisch).
  14. WHO (Hrsg., 2001): Legal Status of Traditional Medicine and Complementary/Alternative Medicine: A Worldwide Review, S. 13f.
  15. World Population Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 21. Juli 2017.
  16. a b c d e Rolf Hofmeier, Andreas Mehler (Hrsg.): Kleines Afrika-Lexikon – Politik Wirtschaft Kultur; Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung 464; Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2005; ISBN 3-89331-576-4; S. 19ff
  17. Max Liniger-Goumaz: La Guinée Équatoriale; Paris: L’Harmattan, 2005
  18. a b T. O. Obiang 65 Äquatorialguinea, seit 1979 an der Macht; in: Bild, 2009
  19. Nach Transparency International steht es zusammen mit Angola auf Platz 168 von 178 Ländern. Transparency International – the global coalition against corruption
  20. Der Fischer Weltalmanach 2008, Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-72008-8
  21. Forbes
  22. Äquatorialguinea Auswärtiges Amt
  23. http://malabo.usembassy.gov/
  24. Hier wird der chinesische Begriff Mandarin im Sinne von „Besitzenden & Herrschenden“ gebraucht
  25. Der Gesamtindex beträgt 0,538, was der 117. Stelle unter 169 Ländern entspricht. Der non income index ist jedoch 0,454, also erheblich niedriger. S. Human Development Index and its components (Memento vom 24. November 2011 im Internet Archive).
  26. E.ON, Januar 2009
  27. La Paz Malabo Medical Center
  28. Israel Medical Services
  29. israel heute
  30. Zahlen für 2012: Afrika auf einen Blick Abruf 16. März 2017.
  31. Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 21. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
  32. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten. Fischer, Frankfurt am Main, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  33. Internet Users by Country (2016) - Internet Live Stats. Abgerufen am 21. Juli 2017 (englisch).
  34. Der 12. Oktober ist auch in Spanien Nationalfeiertag. Der Día de la Hispanidad / El Pilar erinnert an die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus
  35. Braunschweiger Zeitung vom 29. Juni 2011 (Beilage zur Frauenfussball-WM), Seite 1.

Koordinaten: 2° N, 10° O