Winnen

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Wappen Deutschlandkarte
Winnen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winnen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 34′ N, 8° 1′ OKoordinaten: 50° 34′ N, 8° 1′ O
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Westerburg
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 3,26 km2
Einwohner: 521 (31. Dez. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56459
Vorwahl: 02663
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 314
Adresse der Verbandsverwaltung: Neumarkt 1
56457 Westerburg
Website: www.winnenww.de
Ortsbürgermeister: Ralf Wengenroth
Lage der Ortsgemeinde Winnen im Westerwaldkreis
Karte

Winnen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1972 der damals neu gebildeten Verbandsgemeinde Westerburg an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnen liegt vier Kilometer östlich von Westerburg im Westerwald. Der nördliche Gemarkungsbereich der Gemeinde umschließt den südlichen Teil des 80 ha großen Wiesensees.

Unmittelbar vor der südlichen Ortslage, wo seit Herbst 2007 der Westerwaldsteig entlangführt, fällt das Gelände zum Elbbachtal hin ab. Im nördlichen Gemeindegebiet liegt das Naturschutzgebiet Seebachtal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahr 879, als Graf Gebhard im Lahngau dem Severusstift in Gemünden Ländereien schenkte.[2]

Für 1490 ist erstmals ein Heinburger nachgewiesen, 1624 ein Bürgermeister. 1699 wurde ein Euler(=Töpfer)ofen betrieben. 1728 wird erstmals ein Jahrmarkt im Ort erwähnt, 1811 eine Schule.

Winnen gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Herrschaft Westerburg und kam 1806 im Zuge der Bildung des Rheinbunds unter Napoleon zum Großherzogtum Berg. 1813 kam Winnen vorübergehend an das Haus Oranien-Nassau und infolge des Wiener Kongresses 1815 an das Herzogtum Nassau.[3] Unter der nassauischen Verwaltung gehörte die Gemeinde Winnen zur Standesherrschaft Leiningen-Westerburg im Amt Rennerod.[4] Im Jahr 1858 lebten in Winnen 76 Familien und 319 Einwohner. 1866 kam das Herzogtum Nassau und damit auch Winnen zum Königreich Preußen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Winnen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1490 6 Hausgesessen
1520 19 Sakramentpflichtige
1621 10 Häuser
1656 7 Haushalte
1728 9 Häuser
1760 119
1815 225
1835 284
1871 338
Jahr Einwohner
1905 289
1939 292
1950 312
1961 296
1970 306
1987 395
1997 442
2005 465
2022 521

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winnen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Wengenroth wurde am 3. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Winnen.[7][8] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 94,55 % für fünf Jahre gewählt worden.[9]

Wengenroths Vorgänger als Ortsbürgermeister war bis 2019 Jürgen Simon.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Rundschild durch Göpelschnitt geteilt, vorne in Blau ein rotbewehrter und -gezungter Löwe, hinten in Gold ein grüner Lindenzweig mit neun Blättern, unten in Rot eine silberne Waagschale.“

Der Lindenzweig steht symbolisch für das „Stuhllindengericht“ Winnen, welches bis in das 17. Jahrhundert für neun Zehnten zuständig war. Dafür stehen auch die neun Lindenblätter. Weiter wird die Gerichtsbarkeit durch die Waagschale dokumentiert. Der gezungte Löwe, zeigt die frühere Zugehörigkeit zum Herrschaftsgebiet zum Haus Nassau, daher auch die goldene und blaue Feldfarbe, den Hausfarben Nassaus. Die rote Feldfarbe erinnert an die Westerburger Grafen, zu deren Herrschaft die Gemeinde Winnen lange Zeit gehörte, ebenso aber auch die blaue Feldfarbe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Winnen

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Männergesangverein Konkordia Winnen tritt bei vielen dörflichen und auch kirchlichen Veranstaltungen auf. Im Jahr 2008 feierte der Chor sein 100-jähriges Jubiläum.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ferien- und Freizeitgebiet „Wiesensee“ bietet Möglichkeiten der sportlichen Betätigung (Baden, Segeln, Surfen, Angeln, 18-Loch-Golfplatz mit Hotelanlage).
  • Der TTC Winnen 70 e. V. setzt sich zusammen aus sieben aktiven Tischtennismannschaften, drei Damen- und zwei Kindergymnastikgruppen, einer Herrengymnastikgruppe, sowie einer Freizeitfußballmannschaft. Er hat ca. 300 Mitglieder.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfgemeinschaftshaus, Grillhütte, Backes

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winnen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2022, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Josef Hörle: Die alten Westerwälder Termineien in „Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte, Jahrgang 1953“ S. 359 (www.dilibri.de)
  3. Annalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung, Band 10, 1870, S. 321 (Google Books)
  4. Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1859, S. 118 (www.dilibri.de)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Jürgen Simon: Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates. Termin. In: Wäller Wochenspiegel – Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg, Ausgabe 25/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 15. Juli 2020.
  8. a b Konstituierende Sitzung in Winnen. Bericht. In: Wäller Wochenspiegel – Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg, Ausgabe 28/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 15. Juli 2020.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Westerburg, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Abgerufen am 15. Juli 2020.